33. NAC-Winter-Ori

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht


 

Am 04. Februar stand die 33. Auflage der Winter-Ori des NAC Duisburg auf dem Programm. Der Start in die Motorsportsaison 2017 kam also noch einmal ein paar Wochen früher als im letzten Jahr. 28 Teams machten sich nach der Fahrerbesprechung um 15:30 Uhr gemäß ihrer Startnummer auf den Weg über Stock und Stein. Wie gewohnt wurden mit den Klassen N, A/AK, B und C verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten. Nach unserer „B“-Premiere in Oberberg gegen Ende des letzten Jahres, waren wir auch in Duisburg in B unterwegs, wohlwissend, dass die Klasse A im letzten Jahr schon schwierig genug war. Dennoch, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Außerdem wollten wir in der für uns neuen Klasse „B“ weitere Erfahrungen sammeln.

 

 

Im Wesentlichen bestand die gesamte Veranstaltung aus nur sechs Aufgaben. Zwei davon stellten Transportetappen dar. Blieben also nach Adam Riese noch vier Aufgaben, die abzufahren waren. Im Gegensatz zu sonst kamen wir sehr gut in die Ori rein. Aufgabe eins lösten wir trotz der Kaschiererei des Veranstalters fast fehlerfrei. Auf der ersten Transportetappe kam dann schon eine entscheidende Frage. Eigentlich hätte man, da es sich ja um eine Transportetappe handelte, die laut Fahrerbrief auch keine Kontrollen beinhaltete, stumpf auf die Autobahn zur Aufgabe drei fahren können. Eigentlich! Denn mitten in der Transportetappe tauchte neben der Autobahn auf einmal ein Fahrtauftrag auf, der mit einer Kontrolle versehen war. Für uns sehr merkwürdig, denn eigentlich sollten, wie bereits erwähnt, auf den Transportetappen keine Kontrollen stehen!

 

 

Aufgabe drei war dann im wahrsten Sinne des Wortes eine Mammutaufgabe. Man hatte den Eindruck, dass ca. 50 bis 60 % der gesamten Veranstaltung aus Aufgabe 3 bestand. Hier machten wir dann auch einen entscheidenden Fehler, der uns eigentlich die gesamte Veranstaltung kostete. Trotz der Mühe um Widergutmachung, kamen wir im Anschluss nicht mehr in die Veranstaltung rein. Ziemlich schade, da wir eigentlich ganz bis dahin gut unterwegs waren. Die endlose Kurverei gipfelte dann darin, dass wir Aufgabe vier und sechs ausließen, um zum Ziel zu fahren. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass wir in der Klasse B Platz fünf belegt haben.

 

 

Die Frage am Ende des Tages lautet wie immer: Was nimmt man von so einer Fahrt mit? Nun, als erstes nehmen wir mit, dass wir es enorm begrüßen würden, wenn die Veranstalter die Länge der Fahrtstrecke vorher veröffentlichen würden. Unter Veranstaltungen mit einem 40er Schnitt machen wir in Zukunft einen Haken. Die rabiate Fahrweise geht mehr auf das Material als eine GLP-Veranstaltung auf der Nordschleife. Wenn dann noch zahlreiche 30er-Zonen sowie auch genügend Ampeln in der Veranstaltung zu absolvieren sind, fragen wir uns ernsthaft, wie man einen 40er Schnitt unter Beachtung der Verkehrsregeln realisieren soll. Schließlich befinden sich auch noch andere Verkehrsteilnehmer auf der Straße, die es nicht so eilig haben wie die Teilnehmer.

 

Des Weiteren nehmen wir mit, dass „B“ tierisch schwer, aber mit Übung machbar ist. Hört sich aufgrund unserer Platzierung sicherlich merkwürdig an, ist aber so. Hätten wir uns nicht einmal komplett falsch entschieden, wäre der ganze Rest so auch nicht zustande gekommen. Von den Erfahrungen kann man allerdings so einiges mitnehmen. Schließlich sind wir in der Klasse neu und werden mit Sicherheit die gesammelten Erfahrungen nutzen, um uns weiter zu bilden. Wir bleiben also dran!